Während die kurdisch angeführte, auch als Rojava bekannte Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) derzeit vom Militär der HTS-Regierung des ehemaligen IS-Kämpfers al-Sharaa und türkischen Kräften angegriffen wird, formiert sich weltweit und besonders in Europa Protest gegen die Gleichgültigkeit der westlichen Regierungen und deren Hofierens der syrischen Übergangsregierung.
Bundesweit kam es zu Solidaritätskundgebungen und -Demonstrationen und heute, am 30. Januar 2026, besetzten Aktivisten sogar die Spiegelzentrale in Hamburg. Der Spiegel werde seinem eigenen Anspruch
»Sagen, was ist« nicht gerecht, beispielsweise weil er „Falschaussagen“ verbreite, „etwa, dass die SDF für die Freilassung von IS-Gefangenen verantwortlich seien“, zitiert das pro-kurdische Szenemagazin ANF die Kritik der Aktivisti. Am 26. Januar blockierten rund 20 Aktivisti den Haupteingang des Auswärtigen Amts in Berlin, berichtete Perspektive Online, und letzte Woche sind Aktivist:innen in München kurzzeitig in die dortige SPD-Zentrale eingedrungen, um ihren Forderungen nach mehr Aufmerksamkeit der Bundesregierung für den Fall Raum zu geben.
Nachdem außerdem in der letzten Woche Konvois aus verschiedenen Ecken Europas in die an die DAANES angrenzenden türkischen Gebiete starteten, gibt es nun erste Repressionen des türkischen Staats gegen europäische Aktivist:innen: Eine Delegation junger Erwachsener des ehrenamtlichen Medienprojekts jugend.info wurde während ihrer Berichterstattung bei Protesten in der Türkei festgenommen (Link zu Instagram-Reel dazu), zuerst in einen Abschiebeflieger gesetzt und dann doch wieder inhaftiert.
