Spiegel Online meldete am 10.12.2025 unter dem Titel „Europa rüstet im Weltall auf“:
„Das deutsche Unternehmen Helsing hat am Mittwoch in Berlin eine Kooperationsvereinbarung mit dem norwegischen Rüstungskonzern Kongsberg unterzeichnet. An der Zusammenarbeit beteiligen sich zudem das in der Nähe von München ansässige Rüstungsunternehmen Hensoldt und Isar Aerospace, Anbieter von Raumflügen und Satellitenstarts. Der deutsche Partner Helsing steuert auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Softwaresysteme bei, die Informationen verschiedener Sensortypen kombinieren und damit neben Aufklärung auch Zielerfassung aus dem Weltraum ermöglichen soll.“
Mittlerweile typisch: Der Beitrag kommt ein wenig wie ein Werbepamphlet für Helsing daher und greift dabei auf viele nicht-öffentliche Quellen zurück. Zitiert wird u.a. aus „der sogenannten Militärstrategie für die Bundeswehr, die Anfang 2026 beschlossen werden soll“ und auf den Inhalt eines vertraulichen Sachstand[s] aus dem Koblenzer Beschaffungsamt von Ende Oktober“, außerdem werden sehr genaue Angaben zu vermeintlich erfolgreichen Tests von Helsings Kamiakazedrohnen durch die Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz Munster sowie der britischen Armee in Kenia gemacht – die der Öffentlichkeit ansonsten mit Verweis auf die nationale Sicherheit vorenthalten werden.
Sehr viele Zeitungen berichteten bereits am 9.12.2025 in nahezu gleichlautenden Beiträgen „Bundeswehr testet Drohnen-Schwärme“, darunter die Gießener Allgemeine (Seite 2):
„Die Bundeswehr wertet einen Test von Drohnenschwärmen als Erfolg. Dabei wurde auf dem Truppenübungsplatz Altmark in Sachsen-Anhalt ein sogenannter Aufklärungs- und Wirkungsverbund aus Aufklärungsdrohnen, einer KI-unterstützten Führungssoftware sowie Kamikazedrohnen („Loitering Munition“) verschiedener Hersteller ausprobiert.“
Die zugrundeliegende Meldung des Planungsamtes der Bundeswehr findet sich u.a. bei augengeradeaus.net.
