IMI-Aktuell 2017/131

Triton für 2025

von: 7. März 2017

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Laut Süddeutscher Zeitung hat der Generalinspekteur Volker Wieker den Entschluss gefasst, dass die Bundeswehr die Großdrohne MQ-4C Triton des amerikanischen Rüstungskonzern Northrop Grummam anschaffen soll. Die Entscheidung war eigentlich für den Herbst 2016 angekündigt gewesen. Anders als noch bei dem gescheiterten Euro Hawk Projekt, soll hier die US Navy Ansprechpartner gewesen sein und nicht die Herstellerfirma. Die US Navy war freigiebiger mit der Dokumentation über die Drohne. Eine „Zulassungs- und Nutzbarkeitsprognose“ der Bundeswehrplaner war Ende 2016 positiv.

Da die Drohne Euro Hawk keine Zulassung erhalten hatte, war das Projekt 2013 gestoppt worden. Für das Aufklärungssystem „Integrated SIGINT-System“, kurz ISIS, welches für den Einsatz in der Euro Hawk entwickelt wurde, gab es seitdem keine geeignete Trägerplattform. Als diese soll nun die Drohne Triton dienen. Einsatzfähig soll sie ab 2025 sein, zu diesem Zeitpunkt soll auch die Europäische Drohne (siehe dazu IMI-Studie 2016/01) einsatzbereit sein.

Im Artikel der Süddeutschen heißt es zudem, dass keine Erprobung des Überwachungssystems ISIS an der Euro Hawk mehr nötig sei. Anderslautende Berichte gab es im Februar dieses Jahres noch im Spiegel, in dem von Mehrkosten von 150 Mio. € für Testflüge und zusätzlichen 500 Mio. € für die vollständige Entwicklung von ISIS die Rede war.

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