IMI-Aktuell 2017/072

Bundeswehr: Mehr A400Ms

von: 7. Februar 2017

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Laut dem aktuellsten „Bericht zu Rüstungsangelegenheiten“ vom September 2016 summiert sich die Auslieferungsverspätung des Militärtransporters Airbus A400M auf inzwischen 107 Monate, wobei Mehrkosten im Umfang von 1,487 Mrd. Euro (allein der deutsche Anteil) angefallen seien. Hinzu kommt noch eine fast beeindruckende Weise, mit der das Flugzeug eine Panne an die nächste reiht (siehe IMI-Analyse 2016/02). Und weil das alles so gut klappt, sagt sich das Verteidigungsministerium anscheinend aktuell, dass es gerne mehr als die zuletzt anvisierten Exemplare hätte. Ursprünglich sollten einmal 60 Stück bestellt werden, die dann aber auf 53 reduziert wurden, um die Mehrkosten aufzufangen. Zusätzlich wurde beschlossen, 13 Exemplare ins Ausland zu verkaufen, wodurch der Umfang der Flotte als 40 Transporter umfasst hätte. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll dieser Weiterverkauf nun wohl zumindest teils wieder einkassiert werden: „Eine endgültige Entscheidung ist zwar offenbar noch nicht gefallen, doch die Überlegungen sind bereits recht konkret. Demnach soll die Bundeswehr einen erheblichen Teil der 13 Maschinen behalten können.“

Wieviel Militärtransporter genau zusätzlich behalten werden sollen und wie hoch die diesbezüglichen Kosten sein werden, sei laut Süddeutscher noch nicht bekannt. Allein für die nötige Aufrüstung der bislang fürs Ausland vorgesehenen Flugzeuge rechne man aber „man im Verteidigungsministerium mit einem dreistelligen Millionenbetrag.“ Bei einem geschätzten Stückpreis von etwa 180 Millionen Euro wird sich das alles also zu einer „respektablen“ Summe zusammenaddieren. (jw)

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