IMI-Aktuell 2013/348

Syrien: Deutschlands Kriegsoptionen

von: 28. August 2013

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Auf Zeit Online kritisiert Thomas Wiegold Aussagen, die Bundeswehr sei überlastet und könne zum Krieg gegen Syrien nichts beisteuern (siehe IMI-Aktuell 2013/346). Tatsächlich sei die „Bundeswehr zu Boden und See längst involviert.“ Außerdem könne etwa das Flottendienstboot Oker, das aktuell in der Nähe der syrischen Küste unterwegs sei, als „High-Tech-Kriegsschiff […] militärische Funksignale überwachen und abhören.“ Daneben wären die beiden Staffeln mit Patriot-Abwehrsystemen verwendbar, sollte „eine solche No-Fly-Zone Teil der Aktionen gegen Syrien werden.“ Bei Luftangriffen wären darüber hinaus die „Awacs-Flugzeuge gefragt“. Schließlich könnte Deutschland auch einen Beitrag zur direkten Bombardierung leisten: „Selbst für die aus politischer Sicht unwahrscheinlichste Möglichkeit, die direkte Beteiligung der deutschen Luftwaffe an Angriffen auf syrische Stellungen, hat die Bundeswehr die nötigen Fähigkeiten: In den Depots liegen knapp 600 Marschflugkörper vom Typ Taurus. Mit einem Tornado-Jagdbomber können sie bis 350 Kilometer vor ihr Ziel gebracht werden, ohne dass die Kampfjets auch nur in den Bereich der gegnerischen Luftabwehr kommen – die deutschen Marschflugkörper finden dann den programmierten Einschlagsort. Allerdings müssten für einen solchen Einsatz deutsche Tornados in die Region verlegt werden, was Zeit kostet.“ (jw)

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