Kürzlich stellte Politico eine Liste ins Internet, welche Projekte mit einem Umfang über25 Millionen Euro zwischen September 2025 und Dezember 2026 bewilligt werden sollen. Insgesamt geht es um 154 Rüstungsprojekte mit einem Gesamtwert von 83 Milliarden Euro, die vom Haushaltsausschuss abgenickt werden sollen.
Größter Einzelposten soll im Juni 2026 die Bewilligung der Fregatte F127 für über 26 Mrd. Euro sein (siehe dazu auch den heute bei Telepolis erschienenen Beitrag, der in Kürze auch in leicht erweiterter Form auf der IMI-Homepage zu finden sein wird). Beim Heer ist nicht zuletzt die auf den 8. Oktober 2025 terminierte Bewilligung von Radschützenpanzern für 3,4 Mrd. Euro relevant. Bei der Luftwaffe schlagen vor allem 4 Mrd. Euro für die Beschaffung weiterer 20 Eurofighter zu Buche, die am selben Tag bewilligt werden sollen.
Beim Blog Sicherheit & Verteidigung findet sich nicht nur eine ausführliche Auswertung der wichtigsten Posten auf der Rüstungsliste, sondern auch eine Einschätzung, wo aus Sicht des Autors Lücken erkennbar sind: „Auffällig ist, was nicht auf dem Beschaffungsplan steht. Die medial groß angekündigte Beschaffung zusätzlicher Kampfpanzer Leopard 2 und Schützenpanzer PUMA fehlt ebenso wie größere Beschaffungen im Bereich der Artillerie. […] Die Investitionen im Bereich ‚Deep Precision Strike‘ fallen ebenfalls bescheiden aus. […] Schließlich kommt die Logistik zu kurz.“ (jw)
