IMI-Aktuell 2018/58

„Ostflanke“: Stolperdraht

von: 29. Januar 2018

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Das Handelsblatt berichtet anlässlich des bevorstehenden Kontingentwechsels (und eines Jahrestages) über die Mission „Enhanced Forward Presence“ in Litauen: „Seit einem Jahr sind rund 500 deutsche Soldaten an der Ostflanke der Nato stationiert. Ihr Auftrag: Russland die Zähne zeigen … Die Bundeswehr führt den Gefechtsverband in Litauen an. Die Soldaten sind in Rukla stationiert, nur 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Hier üben sie mit anderen Nationen in den Wäldern den Ernstfall, die Militärmanöver nennen sich ‚Iron Wolf‘ oder ‚Flaming Thunder‘. So bedrohlich die Namen klingen mögen: Es geht in den Übungsszenarien nicht darum, den Feind im Ernstfall zu besiegen. Die paar Tausend Soldaten hätten einer russischen Invasion wenig entgegenzusetzen.“
Stattdessen übernähmen sie die Funktion eines „Stolperdrahtes“: „‚Wenn jemand da eindringt, löst er gewissermaßen den Draht aus‘, sagt der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels der Deutschen Presse-Agentur. Die Abschreckung der Nato bestehe nicht darin, dass man ‚an vier Ecken 1000 Soldaten‘ habe, sondern dass das Bündnis in der Lage wäre, seine Kräfte im Osten rasch zu verstärken. Mit der Mission wird denn auch die Verlegung großer Waffensysteme geübt. Das habe man Jahrzehnte nicht mehr gemacht, sagt Bartels.“

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