IMI-Aktuell 2017/518

Trendwende Personal

von: 26. August 2017

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Nach der Bundestagswahl soll wohl die neue Konzeption der Bundeswehr vorgelegt werden, in der u.a. ein wiederanwachsen der Truppe von aktuell 178.823 (Stand: 31. Juli 2017) auf über 200.000 festgelegt werden dürfen (siehe IMI-Analyse 201711). Gleichzeitig wurde die Rekrutierung neuer Soldaten durch die Aussetzung der Wehrpflicht deutlich erschwert und anfangs konnte dies auch durch erhöhte Werbemaßnahmen nicht kompensiert werden (siehe IMI-Studie 2017/01). Nun scheint aber die „Trendwende Personal“, wie es die Bundeswehr nennt, eingeleitet. Spiegel Online schreibt: „Mit einer PR-Offensive wirbt die Bundeswehr um Schulabgänger. Schließlich sind die Aufgaben der Truppe durch Auslandseinsätze zuletzt eher gewachsen. Die Werbung zeigt nun offenbar Wirkung. […] In diesem Jahr konnte die Bundeswehr mit 21.500 Einstellungen schon fast so viele Menschen unter Vertrag nehmen wie im gesamten Vorjahr, berichtet die „Rheinische Post“. Zudem verzeichnete die Bundeswehr in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 36.000 Bewerber. Nach eigenen Angaben lag sie damit über den Zahlen von 2016. […] Mit verschiedenen Initiativen hatte die Bundeswehr zuletzt versucht, ihr Image aufzupolieren. Dafür nahm sie viel Geld in die Hand: 2015 gab das Verteidigungsministerium für die Nachwuchsrekrutierung rund 35 Millionen Euro aus, fünf Millionen mehr als 2014.“ (jw)

 

 

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