IMI-Aktuell 2017/437

Sanktionen: Knallharte Interessen

von: 25. Juli 2017

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Nachdem nun auch US-Präsident Donald Trump Zustimmung signalisiert hat, dürfte heute das Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zustimmen. Vor allem in Deutschland ist man hierüber – vorsichtig formuliert – verschnupft. In den Medien wie hier in der FAZ wird den USA ungewöhnlich offen vorgeworfen, hiermit vor allem die Verdrängung russischen Gases durch daseigene Fracking-Gas anzustreben: „Der Gesetzesentwurf formuliert unverhohlen das Ziel, amerikanischen Gasexport zu fördern, um Arbeitsplätze zu schaffen. Selten haben amerikanische Gesetzgeber so deutlich formuliert, dass ihnen nationale kommerzielle Interessen wichtiger sind als eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Europäischen Union.“ Schon im Juni meldete sich auch die Politik in Form von Außenminister Sigmar Gabriel mit einem ähnlichen Tenor zu Wort: „Es kann nicht sein, dass die Sanktionen jetzt dazu missbraucht werden, russisches Gas zu verdrängen, um amerikanisches verkaufen zu können.“ (jw)

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