IMI-Aktuell 2016/743

Afghanistan: Abschiebung

von: 19. Dezember 2016

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Recht freimütig beschreibt die FAZ die vermutlichen Motive der Bundesregierung, nun Afghanen abzuschieben, die einem recht nüchternen Kalkül folgen: „Das hat zwei Gründe, über die nicht ganz so laut geredet wird […] Wenn wir keine Flüchtlinge nach Afghanistan zurückschicken könnten, dann wäre der inzwischen schon anderthalb Jahrzehnte währende und gerade erst verlängerte Bundeswehreinsatz dort vergeblich gewesen – mit all seinen menschlichen und finanziellen Opfern. Es wäre das Eingeständnis eines Scheiterns, das die Bundesregierung unbedingt vermeiden will. Der andere Grund erschließt sich bei einem Blick in die Statistiken, die über Bildungsstand und Integrationschancen der Flüchtlinge zumindest eine ungefähre Auskunft geben. Sie zeigen, dass viele Afghanen deutlich schlechtere Voraussetzungen mitbringen als die Mehrzahl der Syrer oder Iraker.“ (tp/jw)

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