IMI-Aktuell 2016/640

IGH: Tribunal gegen Afrikaner

von: 27. Oktober 2016

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Nachdem zuerst Südafrika und Burundi den Internationalen Gerichtshof  (IGH) verlassen habe, zog nun auch Gambia nach. Weshalb das einstmals mit großen Erwartungen gestartete Projekt augenscheinlich gegen die Wand fährt, erläutert u.a. ein Beitrag im Deutschlandfunk (via Bpb-Newsletter): „Gambias Informationsminister Sheriff Bojang sagte, das Tribunal sei faktisch ein internationales Gericht der Weißen zur Verfolgung vor allem von Afrikanern – ein Vorwurf, den mehrere afrikanische Länder erheben. Er warf dem Gericht in Den Haag die ‚Verfolgung und Demütigung von Menschen mit dunkler Hautfarbe, insbesondere von Afrikanern‘ vor. Die ‚Kriegsverbrechen‘ westlicher Politiker ignoriere das Gericht hingegen völlig, beklagte der Minister. Als Beleg für eine Voreingenommenheit des Strafgerichtshof nannte er die Weigerung des Gerichts, den früheren britischen Premierminister Tony Blair wegen des Irak-Kriegs anzuklagen.“ (jw)

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