IMI-Aktuell 2015/720

Academi in Jemen

von: 10. Dezember 2015

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Laut einem von The Sydney Morning Herald veröffentlichten Artikel, sind in den vergangenen Tagen ein Australier sowie sechs Kolumbianer bei den Kämpfen gegen die Houthis vor der südjemenitischen Stadt Taiz gestorben. Es handele sich um Söldner des privaten US-amerikanischen Militärunternehmen Academi – ehemals auch bekannt als das schießwütige Blackwater, welches von dem ehemaligen US Navy Seal Erik Prince gegründet wurde –, die im Jemen im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emiraten gegen die Houthis eingesetzt werden.
Söldner sind nichts neues in den VAE, sondern spielen seit langem eine fundamentale Rolle für die Streitkräfte in den meisten Golfstaaten. Die Armee der VAE bestand in den 80‘ern als einziges Militär hauptsächlich aus Söldnern, später wurden Soldaten für die eigene Armee aus Jemen, Oman und weiteren Ländern rekrutiert und vergangenes Jahr – im Zuge der seit drei Jahrzehnten anschwellenden Militarisierung der Emirate – wurde eine Wehrpflicht eingeführt. Die Rolle Backwaters scheint für die VAE von zentraler Bedeutung zu sein. Im Jahr 2011 berichteten die New York Times von dem Auftrag der Kronprinzen von Abu Dhabi an das Militärunternehmen, ein 8oo-köpfiges Bataillon aus Kolumbianern und Südafrikanern zusammenzustellen, mit folgenden Aufgaben: “ to conduct special operations missions inside and outside the country, and put down internal revolts.”(ja)

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