IMI-Aktuell 2013/380

BRICS: Chancen und Grenzen

von: 17. September 2013

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In der Septemberausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik (S.61-73) lässt sich eine ausgewogene Analyse der Chancen und Grenzen der BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) durch den indischen Historiker und Journalisten Vijah Prashad finden (eine längere Version dieser Analyse kann auf der Homepage des New Yorker Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung heruntergeladen werden). Prashad erklärt die weltwirtschaftlichen Verschiebungen und konstatiert: „Es wird kein weiteres amerikanisches Jahrhundert geben. Wir stehen am Beginn eines neuen multipolaren Experiments (S.71)“. Vor allem kritisiert er aber die Eliten der BRICS-Staaten und spricht ihnen emanzipatorisches Potential ab: „Ein frontaler Angriff auf die institutionelle Hegemonie des Nordens oder den neoliberalen politischen Rahmen findet bisher nicht statt. Im Gegenteil: Das BRICS-Projekt ist – bis jetzt – ein konservativer Versuch der treibenden Kräfte des Südens, sich selbst dorthin zu befördern, wo ihrer Ansicht nach ihr eigener Platz auf der Weltbühne ist – nämlich weit oben, an der Seite des Nordens (S.63)“. Prashad nach signalisiert das BRICS-Projekt „bisher keine Freiheit für den Süden (S.72)“.  Auch eine aktuelle IMI-Analyse beschäftigt sich mit dem Multipolarisierungsprozess und der Rolle der BRICS. (mp)

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