IMI-Aktuell 2013/169

Ellsberg-Manning

von: 29. Mai 2013

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Bradley Manning, der Wikileaks geheime US-Kriegsdokumente zugespielt hat, droht eine langjährige Haft, im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe. Trotz der couragierten Tat erfährt er in den USA leider wenig Unterstützung (siehe IMI-Aktuell 2013/081). Erfreulicherweise hat sich aber Daniel Ellsberg, der heute dafür gepriesen wird, 1971 geheime Pentagon-Papiere zum Vietnam-Krieg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben ohne Wenn und Aber hinter Manning gestellt. In einem Interview in der taz (25.05.2013 via bpb-9-11-newletter) erklärte Ellsberg: „Vier Jahrzehnte danach bekomme ich fast nur Lob. So gut wie jeder meint, dass ich das Richtige getan habe. Es gibt auch den Versuch, uns zu spalten: hier der gute Ellsberg, dort der böse Manning. Aber das ist Unsinn. Ich bin nicht anders als er. Wir sind uns sehr ähnlich. Ich bewundere ihn dafür, dass er mit nur 22 Jahren so klar erkannt hat, was er zu tun hatte. Als ich 7.000 Seiten Top- Secret-Dokumente freigegeben habe, war ich doppelt so alt.“ (jw)

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