IMI-Aktuell 2026/395
Ukraine: Exportgeschäfte
(03.07.2026)
Bereits im April hatte der ukrainische Präsident von „Exportmöglichkeiten“ der heimischen Rüstungsindustrie gesprochen, in manchen Bereichen würde mehr produziert, als man selbst für den anhaltenden Krieg bräuchte, teilwese bestünden 50% Überkapazität (s. IMI-Aktuell 2026/277). Nun wurden offensichtlich die Regeln geändert, die bislang Exporte während des laufenden Krieges stark einschränkten (wie u.a. n-tv.de meldete). Über entsprechende Pläne hatte bereits im vergangenen Jahr Euronews ausführlich berichtet. Demnach erwarte man große Exportmöglichkeiten insbesondere für kampferprobte Drohnensysteme – mit den USA sei ein entsprechendes Abkommen zum Kauf ukrainischer Drohnen im Wert von 10 bis 30 Mrd. US$ geschlossen worden, außerdem wolle das US-Unternehmen Swift Beat gemeinsam mit der Ukraine hunderttausende Drohnen pro Jahr produzieren.
Viele ukrainische Unternehmen gerade in der Drohnenproduktion sind mittlerweile Joint Ventures mit deutschen Herstellern eingegangen – bei denen wiederum die Bundesregierung mit Steuermitteln Drohnen für die Ukraine kauft, während diese ihrerseits nun verstärkt Drohnen exportieren will. Was für ein Akkumulationsregime…