Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de

IMI-Aktuell 2025/431

Rüstungskanzlei?

(30.07.2025)

Von der „Zweitenwende“ und den mobilisierten, schuldenfinanzierten Rüstungsmilliarden wollen nicht nur die Rüstungsindustrie und zunehmend die bisher zivile Industrie (s. z.B. IMI-Aktuell 2025/426) profitieren, sondern offensichtlich auch PR-Unternehmen (s. z.B. IMI-Standpunkt 2025/032) – und offenbar auch Anwaltskanzleien. So wurden wir auf die Kanzlei Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbB, die auf ihrer Homepage ein „Briefing“ veröffentlicht hat, das „zeigt, wie die Umstellung von zivilen Produktionsstätten auf militärische Fertigung spannende Geschäftsmöglichkeiten eröffnet.“ Im Briefing heißt es u.a.:

„Neben der exponentiell steigenden Ausgabenhöhe für Sicherheits- und Verteidigungsgüter steigen auch Qualität und Art der zur Verfügung stehenden Technologie. Insbesondere die Entwicklung in den technologischen Innovationszyklen ist atemberaubend: In bisher unbekanntem Maße beschleunigt und verbessert sich die industrielle Angebotssituation neuester Technologien. Der gesamte Bereich der Künstlichen Intelligenz, kombiniert mit unbemannten Systemen und der modernen Robotik, soll als Beispiel dienen. Mindestens so innovationsfreundlich zeigen sich auch die Bereiche Cybersicherheit und Weltraumtechnologie. All dies setzt für die Industrie Wachstum in Gang. Dieses Wachstum wird zum Teil eigenfinanziert, zum Teil über den Kapitalmarkt beschafft, zum Teil über haushaltsrechtliche Vorschüsse der Bundeswehr vorfinanziert – und ist in einem stetig wachsenden Teil eine große Chance für private
Investoren und Wagniskapital.“

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Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de