Am kommenden Freitag, den 25. September, wird bundesweit wieder ein Schulstreik gegen die Wehrpflicht stattfinden. Eine Woche zuvor wurde bekannt, dass nun verpflichtende Musterungen speziell für diejenigen beginnen würden, die angaben, keinerlei Interesse an einem freiwilligen Wehrdienst zu haben (s. IMI-Aktuell 2026/528). Das ist natürlich ziemlich frech und zeugt davon, dass das BMVg die Bewegung gegen die Wehrpflicht nicht besonders ernst nimmt. Vielleicht trägt diese Frechheit aber auch zur Mobilisierung bei, immerhin steht sie im Mittelpunkt der letzten Presseerklärung des Bündnisses „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ vom 21. September. Darin heißt es u.a.:
„‚Wir wurden verarscht! Erst sollten die Musterungen im Juli 2027 starten und jetzt werden wir gezwungen. Wenn über 1.000 Jugendliche ohne Interesse zur Musterung geladen werden, zeigt das, dass wir kurz vor der Wehrpflicht stehen!‘ – Shmuel Schatz, 17, Schüler aus Berlin. Zum vierten Mal streiken in über 100 Städten Schüler:innen gegen die Wiedereinführung einer Wehrpflicht. Der Streik richtet sich gegen den Beginn von Musterungen. Wie das Verteidigungsministerium am 18. September 2026 bestätigte, werden seit Juli diesen Jahres erste 18-Jährige Männer gemustert. Darunter auch über 1.000, die auf dem Fragebogen der Bundeswehr 0 von 10 beim Interesse an einem Wehrdienst angegeben haben. Die Verpflichtung für Musterungen gilt schon jetzt, obwohl eine Verpflichtung erst ab Juli 2027 angekündigt wurde.
Eine Übersicht über die angekündigten Demos und Kundgebungen findet sich hier. In Tübingen z.B. beginnt die Demo zum Schulstreik am kommenden Freitag (25.9.) um 11:30 am Uhlanddenkmal.
