Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de

IMI-Aktuell 2026/447

Leserbrief zu Waldbränden

(30.07.2026)

In seinem persönlichen Newsletter zitiert Clemens Ronnefeld die deutsche Übersetzung eines Leserbriefes in dem französischsprachigen Magazin tdg.ch:

„Jeden Sommer brennt Europa ein wenig mehr. Feuerwehrleute kämpfen mit bewundernswertem Mut, aber mit lächerlichen Mitteln angesichts von Feuern, die monströs geworden sind. Und was die Situation noch unerträglicher macht, ist, dass all dies angekündigt wurde. […] Nehmen Sie Frankreich: fast tausend Militärflugzeuge, einen nuklearen Flugzeugträger, kolossale Budgets für offensive Fähigkeiten… und zwölf alternde Kanadaren [Löschflugzeuge], um riesiges Territorium zu schützen. Zwölf Geräte für ein Land mit 67 Millionen Einwohnern. Zwölf für Tausende von Hektar Wald. Zwölf für Sommer bei 40 °C. […] Und solange die Budgets weiterhin kriegsorientiert sind, anstatt das Territorium zu schützen, wird sich nichts ändern.“

Übrigens: Vor gut zehn Jahren, als die Forschung zu unbemannten Flugzeugen auch an deutschen Hochschulen – überwiegend für (vermeintlich) zivile Anwendungsfelder – so richtig Fahrt aufnahm. hat sich die IMI intensiv mit entsprechenden Forschungsprojekten beschäftigt (s. Drohnenforschungsatlas von 2013). Häufig wurde von den Beteiligten damals eine militärische Nutzung bestritten und stattdessen u.a. auf die Bekämpfung von Waldbränden als mögliches Anwendungsgebiet verwiesen. Heute werden in Deutschland tausende militärische Drohnen pro Monat produziert. Bei der Bekämpfung und Verhinderung von Waldbränden kommen sie nur in kleiner Zahl zum Einsatz und können deren Eskalation offenbar nicht verhindern. Sie werfen auch nicht ansatzweise so große Profite ab, wie z.B. Kamikazedrohenen für den massenhaften, einmaligen Gebrauch an der Front…

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Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de