Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de

IMI-Aktuell 2026/357

Berlin und IAI: Innovationszentrum

(15.06.2026)

Bis heute ist hierzulande die Empörung über den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 riesig. Aktuell wird über das 21. Sanktionspaket der EU gegenüber Russland diskutiert, nahezu alle wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Verbindungen wurden abgebrochen, jegliche Kontakte politischer oder wirtschaftlicher Akteure skandalisiert. Ganz anders sieht es gegenüber Israel aus, das – neben vielen anderen Verstößen gegen das Völkerrecht – erst vor gut drei Monaten gemeinsam mit den USA völkerrechtswidrig den Iran und erneut auch den Libanon angegriffen hat. Hier werden die Kontakte mit Deutschland gerade auch im Hinblick auf die Rüstungskoopertionen hoch offiziell und massiv ausgebaut (s. IMI-Studie 2026/02 „Aus Völkerrechtsbrüchen lernen?“).

Jüngstes Beispiel: Am Rande der ILA hat das Land Berlin hochoffiziell gemeinsam mit dem staatlichen israelischen Rüstungskonzern IAI eine „strategische Absichtserklärung zur Gründung eines neuen »Innovationszentrums« für Militär, Luft- und Raumfahrt unterzeichnet“, wie u.a. das nd meldet. „Für den Markt ist das vor allem ein Signal, dass Europa den Ausbau sicherheitsrelevanter Wertschöpfungsketten weiter beschleunigt“, urteilt IT Boltwise, nach eigenen Angaben das „#1 Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik“.

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Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de