Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de

IMI-Aktuell 2026/221

Start-Ups: Weltraum

(10.04.2026)

Schon in der Frage, ob Geld vor allem – vereinfacht gesagt – in Drohnen oder in Panzer gesteckt werden soll, kam es zu heftigen Streitigkeiten zwischen neuen Rüstungs-Start-Ups und dem Platzhirsch Rheinmetall. Nun erstreckt sich der Streit um den Rüstungskuchen auch auf den Weltraum, für den in den nächsten Jahren mindestens 35 Mrd. Euro locker gemacht werden sollen. Besonders lukrativ ist SATCOMBw4 mit einem Volumen von rund 10 Mrd. Euro. Um an den Auftrag zu gelangen, gründeten die etablierten Unternehmen OHB, Rheinmetall und Airbus ein Konsortium. Dagegen wehren sich nun 23 neue Rüstungsunternhemen in einem Brandbrief, in dem sie auf ihren Anteil am Kuchen pochen. Der FAZ liegt dazu ein achtseitiges Positionspapier vor: „Demnach sollten unter anderem mindestens 20 Prozent der verfügbaren Weltraummittel ‚als verbindliche Beschaffungsanforderung in einem separaten direkten Vergabepfad‘ für junge, privatwirtschaftliche Unternehmen (‚Commercial-Space‘) und kleine und mittlere Unternehmen reserviert werden.“ (jw)

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