IMI-Aktuell 2026/208
Deutsche Luftkampfdrohnen
(02.04.2026)
Matthias Monroy gibt im nd einen Überblick über Jagdbomberdrohnen (»Uncrewed Collaborative Combat Aircraft«, UCCA), die gegenwärtig von drei Konsortien für die Bundeswehr entwickelt werden:
„Die Ausschreibung ist bislang nicht veröffentlicht. Trotzdem buhlen jetzt schon die Größen der deutschen Rüstungsbranche darum – zwei von ihnen müssen aber auf Kompetenzen von ausländischen Konzernen zurückgreifen. Airbus Defence mit Sitz in Bremen hat bereits letztes Jahr eine Partnerschaft mit dem US-Hersteller Kratos angekündigt. […] Rheinmetall tritt mit einem anderen ausländischen Produkt an: Der Düsseldorfer Konzern vermeldete am Dienstag eine strategische Partnerschaft mit Boeing Australia für den deutschen Betrieb der »MQ-28 Ghost Bat«. Die Drohne hat Boeing Australia mit der dortigen Luftwaffe entwickelt, sie wird nach einem Test im vergangenen Jahr nun in das australische Militär integriert. […] Als dritter Bewerber für das kommende »Uncrewed Collaborative Combat Aircraft« positioniert sich das Konsortium aus dem Drohnenhersteller Helsing und dem Sensorspezialisten Hensoldt. Es soll demnach – anders als bei Airbus und Rheinmetall – eine Eigenentwicklung werden. Im Herbst hatten die Unternehmen dazu die Konzeptstudie für ein »CA-1 Europa« vorgelegt, eine elf Meter lange Kampfjetdrohne.“