IMI-Aktuell 2026/150
Irankrieg: Zwischenbilanz
(09.03.2026)
Ralf Borchard gibt in einem Beitrag für BR24 einen nüchternen und kurzen Überblick über Verlauf und Diskurs um den US-israelischen Angriff auf dem Iran, in dem knapp auch die mögliche Gefährdung Deutschlands und Rolle der NATO angesprochen wird. Dass diese Zwischenbilanz als „ernüchternd“ bezeichnet wird, liegt vermutlich v.a. an den relativ unklaren Zielen hinter den Angriffen. Demnach
„… könnten bald Unterschiede in den Kriegszielen beider Länder deutlich werden. Während der israelische Premier Benjamin Netanjahu entschlossen scheint, die Angriffe so lange fortzusetzen, bis das Atomprogramm und die konventionellen militärischen Fähigkeiten Irans nachhaltig ausgeschaltet sind und ein wirklicher Regimewechsel erreicht ist, könnte Donald Trump zunehmend unter innenpolitischen Druck geraten, den Krieg möglichst bald zu beenden. Die Lage der Menschen im Iran selbst bleibt von Angst und Unsicherheit geprägt. Unter dem Eindruck anhaltender Luftangriffe, fehlender Schutzräume und der bleibenden Repression des Regimes könne es keine Demonstrationen geben, betont der frühere deutsche Botschafter im Iran, Hans-Udo Muzel im BR24-Interview…“