IMI-Aktuell 2025/524
Asow: Drohnenspenden
(17.09.2025)
Lett-Landweit.info berichtet über ein Spendenportal, über das Beiträge für die Ausstattung einer ukrainische Asow-Brigade mit Drohnen gesammelt werden. Zur Begründung heißt es dort: „Drohnen sind in der modernen Kriegsführung ein unverzichtbarer Bestandteil der Durchführung von Operationen… Wir können den Soldaten von AZOV helfen, im Kampf zu siegen und zu überleben!“
Vor diesem Hintergrund geht Lett-Landweit nochmal auf die Debatte um die tw. rechtsradikale Gesinnung von Asow ein:
„Kritik am Faschismus von Asow-Organisationen wird in den Medien als russische Propaganda abgetan. Den russischen Angriff auf die Ukraine, der Not und Elend einer Bevölkerung vervielfachte, die sich seit 2014 im Bürgerkrieg befindet, mit dem Vorwand der Faschismusbekämpfung zu rechtfertigen, ist tatsächlich fadenscheinig. Nichtsdestotrotz bildet Asow neben vielen anderen rechtsextremistischen Gruppierungen große dunkelbraune Flecken auf dem angeblichen Demokratie- und Freiheitsbollwerk namens Ukraine. Auch wenn Asow keine Wahlen gewinnt, scheint der Einfluss auf die ukrainische Regierung stark; zumindest wagt es Wolodimir Selenskij nicht, gegen sie und andere Rechtsextremisten vorzugehen. In anderen Ländern werden rechtsextremistische Gruppierungen bekämpft, in der Ukraine kooperiert der Staat mit ihnen und integriert sie in die Armee. Die Rehabilitierung von Asow passt in den ukrainischen Geschichtsrevisionismus, der über Bandera-Kult und Ultranationalismus hinwegsieht und der sich mittlerweile in der westlichen Propaganda verbreitet. In Deutschland empören sich Grüne beispielsweise lauthals (und meistens zurecht) über unselige AfD-Sprüche; über das rechtsextremistische Gebaren ukrainischer Kampfgefährten vernimmt man in diesen angeblich linksliberalen Kreisen weniger bis gar nichts. Die doppelten Standards machen den Kampf gegen Rechts unglaubwürdig.“