IMI-Aktuell 2025/423
Militär und Ökonomie
(29.07.2025)
Oft wird die Frage gestellt, welche Interessen mit der Hochrüstung Deutschlands (oder der EU) konkret verbunden sind. Der Verweis auf die – sicher auch manchmal vorhandenen – Ambitionen, sich Rohstoffe und dergleichen zu sichern, greift dabei zu kurz. Sicher spielen derlei Begehrlichkeiten eine Rolle, dahinter stehen allerdings weit relevantere Glaubenskonstrukte, nämlich die tief in die Hirne der Entscheidungsträger*innen eingravierte Überzeugung, der Erfolg bei nicht-militärischen Auseinandersetzungen egal welcher Art hänge elementar von der eigenen militärischen Stärke ab. Jüngstes Beispiel Clemens Fuest vom Münchner ifo-Institut , der seine Sicht zum „Zolldeal“ mit den USA bei X/Twitter kund tat: „Der asymmetrische Handels-Deal ist eine Demütigung für die EU, aber sie reflektiert die realen Machtverhältnisse. Mehr war nicht drin. Hoffentlich lernen die Europäer daraus: Wirtschaftskraft stärken und militärische und technologische Abhängigkeit von den USA abbauen!“ (jw)