Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de

IMI-Mitteilung

Neue IMI-Studie zu „Defence-Startups“

IMI (16.07.2025)

Neue Studie der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. untersucht jüngste Entwicklungen im Bereich der Rüstungs-Startups und deren wachsenden Einfluss auf Politik und Strategie.

IMI-Studie 2025/02
Neue Waffen, neues Geld?
„Defence-Startups“ in der BRD
https://www.imi-online.de/2025/07/16/neue-waffen-neues-geld-defence-startups-in-der-brd-2/
16. Juli 2025 (Franz Enders)

Die „Zeitenwende“ und die mit ihr mobilisierten Milliardenbeträge bringen auch Verschiebungen im Beschaffungswesen und der Rüstungsindustrie hervor. Als neue Player drängen aktuell Rüstungs-Startups wie Helsing und Quantum Systems mit großen Versprechen auf den Markt und bauen – ausgestattet mit Risikokapital bislang noch v.a. aus den USA – Produktionskapazitäten auf. Damit treten sie zunehmend auch in Konkurrenz mit den alten Strukturen der Industrie und des auf sie zugeschnittenen Beschaffungswesens.

Zugleich mischen sich die Gründer:innen und Investor:innen aktiv in die Debatte darüber ein, ob und wie Deutschland aufgerüstet werden sollte und welche Waffensysteme in welchem Umfang und mit welcher Funktion angeschafft werden müssten. „Während idealtypisch die Strategie bestimmt, welche militärischen Technologien entwickelt und angeschafft werden müssten, erleben wir aktuell im Bereich Drohnen und KI eine Umkehr des Prozesses: Die Interessen des Risikokapitals prägen die Technologie und damit auch die Strategie“, so Franz Enders, Verfasser der Studie, anlässlich der Veröffentlichung. Dabei geben sich führende Personen aus dem Umfeld dieser Startups zugleich betont antipolitisch. Demgegenüber wird vielmehr der eigene militärische Hintergrund und die (vermeintliche) Nähe zu den Soldaten in den Vordergrund gestellt. Dies wird auch anhand einiger biografischer Kurzvorstellungen deutlich, die der Studie beigefügt sind.

Als offensichtliches Vorbild der deutschen Gründer:innen und Investor:innen dienen offensichtlich Israel und die USA, wo entsprechende Personen tw. offen extrem rechte oder rechts-libertäre Positionen propagieren. Dies sei in Deutschland bislang nur in Ansätzen zu erkennen, aber ein Grund, „die aufstrebenden Rüstungsstartups samt ihrer Ideologie auch explizit mit Blick auf die gesellschaftliche Rechtsentwicklung im Auge zu behalten“, so die Studie in ihrem Fazit.

Die vollständige Studie „Neue Waffen, neues Geld? ‚Defence-Start-ups‘ in der BRD“ steht ab sofort auf www.imi-online.de zum Download bereit.

Kontakt für Rückfragen und Interviews:
Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
E-Mail: imi@imi-online.de
Web: www.imi-online.de

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