Frauen ans Gewehr: Wir sagen nein!


von: | Veröffentlicht am: 29. Februar 2000

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Es ist hohe Zeit, Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen auf allen Ebenen unserer Gesellschaft herzustellen. Frauen haben den Wunsch und das Recht auf technisch anspruchsvolle Arbeitsplätze. Noch immer sind 96 % der höchst dotierten Posten in der Wirtschaft und an den Universitäten Männern vorbehalten. Noch immer sind die Beschlüsse des Europäischen Gerichtshofes zur Lohngleichheit und gegen mittelbare Diskriminierung von Frauen in der Bezahlung in der Bundesrepublik nicht umgesetzt.

Bewaffneter Kriegsdienst ist kein Beitrag zur selbstbestimmten Teilhabe an der Gesellschaft. Die „Lizenz zum Töten“ ist kein Maßstab zur gleichberechtigten Beteiligung am politischen, gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Waffen“dienst“ ist kein Privileg sondern ein Nachteil. Deswegen wenden wir uns dagegen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum „Dienst an der Waffe“ zur Gleichheit von Männern und Frauen zu missbrauchen. Die Bundeswehr ist kein Hort der Emanzipation sondern ein streng hierarchisches System das nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam, Machtausübung und Unterwerfung funktioniert.

Die Aufgabenstellung der Bundeswehr heißt heute nicht mehr „Landesverteidigung“, wie im Grundgesetz festgelegt, sondern „Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“ (Verteidigungspolitische Richtlinien). Folgerichtig wird die Bundeswehr zu einer Angriffs- und Interventionsarmee umgebaut. Die im April 1999 beschlossene neue NATO-Strategie sieht Kampfeinsätze vom Ural bis nach Alaska vor und senkt die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen.

Wir lehnen diese zutiefst friedensgefährdende Machtpolitik ab.

Emanzipation und Gleichberechtigung brauchen kein Militär!

Wir wenden uns gegen eine Änderung des Grundgesetzes, die Frauen zum „Dienst an der Waffe“ bringen soll!

Stattdessen fordern wir

– die tatsächliche Gleichstellung in Familie, Beruf und ziviler Gesellschaft

– kontrollierte Abrüstung und Umwandlung von Rüstungsproduktion in zivile Produktion

– Verbot aller Rüstungsexporte

– Friedenserziehung an Schulen und Universitäten

– Friedens- und Konversionsforschung an Hochschulen mit paritätisch besetzten Lehrstühlen

Keinen Dienst an der Waffe – weder für Frauen noch für Männer!

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ViSdP: A. Rieger, Landesweite antifaschistische Konferenz Baden-Württemberg, c/o IG Metall Waiblingen, Fronackerstr. 60

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Weitergeleitet von der Informationsstelle Militarisierung /(IMI) e.V., Burgholzweg 116/2, 72070 Tübingen,

Telefon:07071-49154, Fax: 07071-49159, mailto:IMI@imi-online,http://www.imi-online.de