IMI-Aktuell 2019/301

„Rezo“: CDU-Realitätsverlust

von: 24. Mai 2019

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Der Youtuber „Rezo“ lässt sich in einem kurz vor der Europawahl veröffentlichten Video („Die Zerstörung der CDU“) u.a. über die Haltung der CDU zum Irakkrieg 2003 aus. Die CDU hat in der Zwischenzeit in Form eines elfseitigen Statements („Offene Antwort an Rezo: Wie wir die Sache sehen“) auf die millionenfach rezipierte Rundumkritik des Youtubers reagiert. Darin heißt es zum Thema Irakkrieg: „Bundeskanzlerin Merkel hat sich, wie 18 andere europäische Staats- und Regierungschefs (Brief der Acht und Brief der Zehn) gegen Vermeidung eines Krieges gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein durch geschlossene Haltung des Westens deutlich ausgesprochen. Diese Abschreckungsstrategie gegen den irakischen Diktator ist gescheitert, weil Rot-Grün in Deutschland sowie insbesondere die französische Regierung von vornherein militärische Konsequenzen ablehnten und Saddam Hussein fälschlicherweise davon ausging, dass die USA und ihre Verbündeten klein beigeben würden.“ (S. 11)
Was lernen wir? Wären restlos alle europäischen Regierungen für den Irakkrieg gewesen, hätte es den Irakkrieg nie gegeben. Rot-Grün und die französische Regierung sind schuld daran, dass Saddam Hussein seine nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen nicht abgegeben wollte und der westlichen Koalition im März 2003 keine andere Wahl ließ, als den Irak anzugreifen. Totaler Realitätsverlust. (sw)

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