IMI-Aktuell 2019/270

Marine: Ostsee

von: 10. Mai 2019

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Ein Beitrag der FAZ beschäftigt sich mit dem veränderten Aufgabenspektrum der Marine, das nun in eine vierte Phase gehe. Im Kalten Krieg sei sie als „Ostsee- und Grenzschutzmarine an deutsch-deutscher Sperrlinie“ stationiert gewesen (Phase I). Nach dem Krieg habe die Ostsee zunächst erheblich an Bedeutung verloren (Phase II), während parallel dazu Auslandseinsätze allmählich an Bedeutung zunahmen (Phase III). „In deren Folge „geriet Deutschlands Marine in Gewässer, die sie zuvor höchstens besuchsweise befahren hatte.“ Nun finde mit Phase IV eine Refokussierung auf die Ostsee (bei Beibehaltung der Fähigkeiten für Auslandseinsätze): „Doch seitdem Russland wieder als Bedrohung gilt, ändert sich das Einsatzprofil abermals dramatisch. Wachsam und besorgt verfolgt die Admiralität, welchen Druck die russische Marine an der Südflanke der Nato in einem anderen Binnenmeer, dem Schwarzen und dem Asowschen Meer, entfaltet: Rammstöße gegen ukrainische Schiffe, Kaperaktionen, Inhaftierungen, Durchfahrtssperren, Hafenblockaden – das ganze Programm eines Kleinkriegs. […] Auch wegen solcher Szenarien ist die Marine wieder verstärkt auf der Ostsee gefragt. […] In den nächsten Jahren bekommt die Marine fast jedes Jahr ein neues Schiff: vier bis sechs Fregatten, fünf Korvetten, neue Tankschiffe, dazu Marinehubschrauber. […] Die nächste Generation größerer Schiffe, das MKS 180, wird wieder ein anderes Leistungsprofil haben als die gegenwärtige Fregattenproduktion. Die Marineführung betont, das ‚K‘ in MKS stehe für ‚Kampf‘. Sie hofft, dass die Aufträge für das Mehrzweckkampfschiff bald unterzeichnet werden.“ (jw)

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