IMI-Aktuell 2019/254

Ostflanke: Guerillataktik?

von: 3. Mai 2019

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Die massiven Truppenstationierungen an der NATO-Ostflanke werden unter Bezug auf ein Planspiel der Rand-Corporation, einer US-Airforce-nahen Denkfabrik, gerechtfertigt, demzufolge Russland in der Lage sei, die baltischen Staaten binnen weniger Tage einzunehmen. Unabhängig davon, dass ein solches Szenario reichlich unplausibel ist und die Truppenstationierungen die Spannungen mit Russland deutlich verschärfen, statt zur Entspannung beizutragen, spricht noch ein zweites Argument gegen die NATO-Stationierungen: Das Geld. Die NATO-Truppen sollen einen russischen Angriff abschrecken, wie der National Interest berichtet, wäre dazu laut einer neuen Rand-Studie aber auch eine vergleichsweise günstige Guerillatruppe in der Lage: „The Baltic States don’t have a chance in a conventional war with Russia. Estonia, Latvia and Lithuania could be conquered in less than three days, according to some estimates. But a guerrilla army just might make the Baltics so indigestible as to deter Moscow from invading, according to a study by U.S. thinktank RAND Corp. The price tag? $125 million to create 1,000 combat and non-violent action cells, as part of a dual nation-in-arms strategy. One part would be Total Defense, involving all of civil society in non-violent resistance and homeland security. The other would comprise Unconventional Warfare, which relies on special operations and guerrilla tactics.“ (jw)

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