IMI-Aktuell 2019/242

USA: Monroe-Doktrin

von: 26. April 2019

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Wohl nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen in Venezuela stellte sich US-Sicherheitsberater John Bolton vor die Presse und verkündete die uneingeschränkte Gültigkeit der Monroe-Doktrin, mit der die USA im 19. Jahrhundert faktisch die Vorherrschaft in Lateinamerika für sich reklamierten, berichtet Telepolis: „‘Heute verkünden wir stolz, dass alle es hören: Die Monroe-Doktrin ist lebendig und sie ist eine gute Doktrin‘, sagte Bolton in Miami (…). Die 1823 verfasste Monroe-Doktrin bildet seit fast 200 Jahren die Grundlage einer Null-Toleranz-Politik der USA gegen den Einfluss europäischer und weiterer Mächte auf dem amerikanischen Kontinent. Das ursprünglich progressive, weil antiimperialistische Konzept wurde später ins Gegenteil verkehrt: Mit dem Aufstieg zur Großmacht und spätestens mit Beginn des Kalten Krieges beriefen sich die USA auf die Monroe-Doktrin, um in Lateinamerika und der Karibik zu intervenieren. (…) Mit der neuen Lateinamerika-Politik wendet sich die Trump-Regierung zugleich auch gegen die regionalpolitische Linie von Amtsvorgänger Barack Obama (2009-2017). Während dessen Präsidentschaft hatte Außenminister John Kerry in einer Rede vor der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Ende 2013 die Ära der Monroe-Doktrin für beendet erklärt.“ (jw)

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