IMI-Aktuell 2019/215

KI-Ethik: Verwässert

von: 11. April 2019

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Mit viel Pomp wird aktuell über die KI-Ethikrichtlinien der EU diskutiert. Ein Artikel bei netzpolitik.org berichtet darüber, wie vormals rote Linien, mit deren Formulierung Thomas Metzinger und Urs Bergmann beauftragt wurden, im Prozess völlig verwässert wurden: „Mehrere Workshops haben sie dazu veranstaltet und eine Reihe solcher ethischer Sperrgebiete definiert: Forschung an autonomen Waffensystemen etwa; Citizen Scoring, wie es in China passiert; die automatisierte Identifikation von Personen mit Hilfe von Gesichtserkennung oder auch KI-Systeme, die verschleiert arbeiten. Nur um dann mitzuerleben, wie die zahlreichen Vertreter*innen der Industrie im Gremium durchsetzten, dass der Begriff aus dem gesamten Dokument getilgt wird. Das Wort ‚nicht verhandelbar‘ und der Ausdruck ‚rote Linien‘ kommen in der Schlussfassung nicht mehr vor.“ (jw)

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