IMI-Aktuell 2019/158

Venezuela: Kritik an Deutschland

von: 11. März 2019

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Zu den wenigen kritischen Stimmen über das deutsche Verhalten im Venezuela-Konflikt genannten Putschversuch durch den selbsternannten Präsidenten Juan Guaidó gesellt sich ein Beitrag von Christoph Twickel auf Zeit Online (via Bpb-Newsletter): „Man muss kein Freund der Regierung Maduro sein, um festzustellen, dass Deutschland sich in Venezuela gerade an einer Politik des regime change beteiligt. Dass sich die Bundesrepublik mit der Anerkennung des Oppositionspolitikers Juan Guaidó zum Interimspräsidenten Venezuelas völkerrechtlich fragwürdig verhalten hat, wurde ihr bereits in einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages attestiert. (…) Die Bundesrepublik, die in Venezuela wenig eigene Interessen zu vertreten hat, hätte eine Mittlerrolle spielen können. Jetzt, da Guaidós Coup vorerst gescheitert ist und mit der Blockade des Landes durch die USA ein langer, quälender Prozess begonnen hat, der schlimmstenfalls im Bürgerkrieg endet, wäre eine solche Mittlerposition bitter nötig.“ (jw)

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