IMI-Aktuell 2019/141

Tödliche Migrationsstrategie

von: 1. März 2019

Drucken

Hier finden sich ähnliche Artikel

Von kritischer Seite wurde stets betont, dass die EU-Migrationspolitik, einschließlich der gerne als „Seenotrettung“ gefeierten EU-Mission Sophia, bei der es in Wahrheit primär um Schmugglerbekämpfung geht, das Risiko für Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, massiv erhöht (siehe zB IMI-Standpunkt 2015/018). Es lag auf der Hand, dass sich die diversen verantwortlichen EU-Behörden hierüber bewusst waren, was nun auch durch einen Bericht von Politico unter Bezugnahme auf interne Dokumente des „Europäischen Auswärtigen Dienstes“ bestätigt wird: „The confidential reports also show the EU is aware that a number of its policies have made the sea crossing more dangerous for migrants, and that it nonetheless chose to continue to pursue those strategies. […] The EU’s policy of destroying the wooden boats used by smugglers to avoid them being reused, for example, has indeed disrupted the Libyan smuggling business, but at a substantial human cost. As Libyan smugglers lost their wooden boats, many started to rely more heavily on smaller, cheaper rubber boats.“ (jw)

Ähnliche Artikel