IMI-Aktuell 2018/553

G5-Sahel: Kollateralschaden?

von: 1. Oktober 2018

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Schon vor einiger Zeit wurden Vorwürfe laut, von der EU zur Migrationsbekämpfung ausgebildete und finanzierte G5-Sahel-Truppe sich in Mali schwerer Menschenrechtsvergehen schuldig gemacht hätte (siehe IMI-Aktuell 2018/466). Spiegel Online greift dies nun auf, allerdings unter dem irreführenden Titel „Wie die EU ungewollt Massaker in Mali mitfinanziert“. Natürlich geht die EU aller Wahrscheinlichkeit nicht durch die Gegend und weißt diese (und andere) Truppen direkt an, Menschenrechtsverletzungen zu begehen – sie werden aber zumindest billigend in Kauf genommen. So hat etwa die hervorragende Arbeit „Expanding the Fortress“ herausgearbeitet, dass die EU zur Grenzvorverlagerung bereit ist, große „Kompromisse“ in Form einer Zusammenarbeit mit allerlei teils äußerst repressiven Regimen einzugehen einzugehen. (jw)

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