IMI-Aktuell 2018/533

Ischinger: Rüstungsplädoyer

von: 20. September 2018

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Wolfgang Ischinger, Ausrichter der Münchner Sicherheitskonferenz und Honorarprofessor der Universität Tübingen, hat gegenüber der Zeitschrift Capital (online) gefordert, Deutschland müsse „angesichts der prekären Sicherheitslage“ mehr Geld in EU und NATO investieren und dafür – trotz aktuell guter Haushaltslage – womöglich wieder Schulden machen: „‚Was nützt uns die ’Schwarze Null’, die wir quasi zu den Zehn Geboten zählen, wenn uns der Zusammenhalt in der EU um die Ohren fliegt‘, sagte Ischinger im Capital-Interview (Ausgabe 10/2018; EVT 20. September)“.

Das es dabei nicht nur um mehr Geld geht, sondern auch um eine aktivere Beteiligung an Militärmissionen, geht aus einer weiteren Aussage von ihm hervor, die dort zitiert wird: „Mir sagen ganz viele Diplomaten: Ihr Deutschen produziert jedes Jahr diesen irrsinnigen Handelsüberschuss, aber wenn über Syrien Bomben abgeworfen werden müssen, dann lasst ihr das die Dänen machen, und ihr macht nur die Fotos. Das kann nicht richtig sein. Da verstehe ich die Kritik Donald Trumps“. Dass über Syrien Bomben abgeworfen werden müssen, scheint demgegenüber für ihn gar nicht mehr in Frage zu stehen.

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