IMI-Aktuell 2018/509

NATO und Russland: Eskalatives Überbieten mit Übungen und Manövern

von: 7. September 2018

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Neben der im IMI-Aktuell 2018/507 erwähnten aktuell stattfindenden Übung „Schneller Adler“, bei der die Evakuierung deutscher Staatsbürger*innen aus verschiedenen „Kriesenlagen“ weprobt wird, übt die Bundeswehr am kommenden Dienstag, den 11.09.18, in einem Industriepark in der Altmark (Sachsen-Anhalt) den Umgang mit einem Chemieunfall. Laut der Altmark-Zeitung (online) werden Soldaten in Schutzanzügen und Masken unter anderem eine Basis zur Dekontamination einrichten.
Zu alledem wird, wie die Main-Post (online) berichtet, die Bundeswehr in Rohrbach im Spessart (Unterfranken) vom 10. bis 13.09.18 einen, nicht weiter spezifizierten, Orientierungsmarsch durchführen, im Zuge dessen vor „liegengebliebenen militärischen Sprengmitteln“ und Flurschäden gewarnt wird.

Hinsichtlich dieser Aktivitäten, dem anstehenden großen NATO-Manöver Trident Juncture (zu der die Bundeswehr 100 Panzer und 8.000 Soldat*innen nach Norwegen entsendet, siehe faz.net) und noch weiteren Übungen seitens Bundeswehr und NATO passt das nächste Woche stattfindende Manöver des Russischen Militärs gut in diese Eskalationsdynamik. Laut Handelsblatt (online) sollen russische, chinesische und mongolische Kräfte im Osten Russlands zusammen die Landesverteidigung üben. Mit über 300.000 Soldat*innen und 36.000 Panzern soll es das größe russische Manöver seit dem Kalten Krieg sein.

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