IMI-Aktuell 2018/495

KI: „Deutsche Perspektive“

von: 29. August 2018

Drucken

Hier finden sich ähnliche Artikel

Im „Globalist“ (online) formuliert Denise Feldner eine „deutsche Perspektive auf das globale KI-Rennen“ und hofft dabei, dass die aktuelle Technologieführerschaft Chinas in Sachen Künstlicher Intelligenz einen neuen Sputnik-Schock auslösen und zu einem Umdenken in der Forschungspolitik im weitesten Sinne führen würde. Die Notwendigkeit hierzu begründet sie gleich einleitend mit einem Zitat des russischen Präsidenten Putin, der gesagt haben soll: „Die Nation, die bei der KI führend ist, wird der Führer der Welt sein“. Aktuell befinde sich Deutschland auf Platz fünf der KI-Forschung, auf Platz sieben der KI-Anwendung und auf Platz acht hinsichtlich entsprechender Startups: „This shows that Germany consistently misses to translate inventions into applications and product innovations. Part of the reason is a culture that hesitates to take risks and instinctively dislikes disruptive moves.“ Ein weiterer Grund sei, dass Deutschland zu „ideologisch“ mit Daten umginge: „The most fundamental risk for Germany is that the country’s politicians and the population at large will worship an absolutist understanding of privacy, so as to ‚explain‘ why Germany isn’t going after AI at full bore.“

Zwar erwähnt Feldner in ihrem Beitrag die neue “Agentur für Sprunginnovationen”, die zahlreichen weiteren im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen und auch Projekte wie das Cyber Valley (siehe
IMI-Analyse 2018/18) nennt sie nicht, obwohl sie ihr durchaus bekannt sein dürften: Feldner arbeitet selbst im Wissenschaftsmanagement und war bis vor Kurzem Geschäftsführerin der „German U15„, nach eigenen Angaben „die strategische Interessenvertretung forschungsstarker und international sichtbarer medizinführender Universitäten“, darunter auch der Tübinger Eberhard-Karls-Universität.

Ähnliche Artikel