IMI-Aktuell 2018/492

A400M nach Lechfeld?

von: 28. August 2018

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Die aktuelle Ausgabe der Sendung „Streitkräfte und Strategien“ des NDR (Sendungsmanuskript)berichtet ausführlich über die Probleme beim strategischen Lufttransport der Bundeswehr, die sich v.a. aus dem Ausstieg der russischen Firma Wolga Dnepr aus dem SALIS-Projekt ergeben, das gegenwärtig den Transport großer Waffensysteme und schwerer Lasten übernimmt: „SALIS ist deshalb so wichtig, weil beide Firmen den westlichen Streitkräften gesicherten Zugang zu besonders großer und schwerer Luftfracht bieten. Denn die zwei Unternehmen verfügen über die großen Transportflugzeuge vom Typ Antonov An-124, Maschinen mit jeweils 120 Tonnen Nutzlast. Dieses Flugzeug hat sogar eine 55 Tonnen schwere Panzerhaubitze der Bundeswehr nach Afghanistan gebracht. Zum Vergleich: Der neue Standard-Cargoflieger der Bundeswehr, das Transportflugzeug A400M, stößt bei sehr großer Fracht mit seinen 37 Tonnen Nutzlast an Grenzen“.

Trotzdem hat die Bundeswehr die Anschaffung von insgesamt 53 A400M geplant, von denen bislang 19 Stück ausgeliefert wurden, und jetzt schon wird der Platz auf dem Fliegerhors Wunstorf bei Hannover knapp. Im Gespräch ist aktuell eine zusätzliche Stationierung der neuen Transportflugzeuge auf dem Fliegerhorst Lechfeld südlich von Augsburg, der in den kommenden Jahren für 66 Mio. Euro ausgebaut werden soll, wie die Augsburger Allgemeine (online) berichtet: „Der Flugplatz wäre zum Beispiel hervorragend als Standort für einen multinationalen A400M Verband geeignet, sagt Brandl [Verteidigungsexperten der CSU aus Ingolstadt]: ‚Im Moment laufen dazu sehr konkrete Gespräche mit einigen unserer Nachbarländer. Ich hoffe, dass wir bis Ende des Jahres Klarheit darüber haben, ob eine solche internationale Kooperation zustande kommt. Das wäre ein starkes Signal für Europa und das Lechfeld'“.

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