IMI-Aktuell 2018/469

KFOR: Abzug

von: 17. August 2018

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Gegenwärtig räumt die Bundeswehr ihr Feldlager in Prizren und wird anschließend nur noch mit „ein paar Dutzend Soldaten“ in der Hauptstadt Pristina am KFOR-Einsatz beteiligt sein. Focus.de hat einige Stimmen zum Abzug eingefangen und zieht dabei auch Bilanz: „Der Einsatz im Kosovo hat allein bis 2016 nach Angaben der Bundeswehr rund 3,4 Milliarden Euro gekostet. 27 Soldaten starben dort – wenn auch nicht durch Kämpfe, sondern durch Unfälle und Suizide… Inwieweit ist das Kosovo über zehn Jahre, nachdem es seine Unabhängigkeit erklärte, wirklich demokratisch und friedlich? Die Antwort hängt auch von der Perspektive ab. Für viele Bewohner bleibt die Lage trostlos. Es herrschen Armut und Rekordarbeitslosigkeit. Das Land mit knapp zwei Millionen Einwohnern, davon rund 100.000 Serben, gilt als einer der kriminellsten und korruptesten Staaten Europas. Der Nationalismus auf der Balkanhalbinsel erstarkt insgesamt an vielen Orten. Alte Konflikte sind nicht gelöst.“

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