IMI-Aktuell 2018/427

Duell der Kampfflugzeuge

von: 18. Juli 2018

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Große Hoffnungen setzen Deutschland und Frankreich auf ihr Vorhaben, ein gemeinsames Kampfflugzeug zu entwickeln, das der amerikanischen F-35 Konkurrenz machen soll (siehe IMI-Analyse 2018/10). Die – zumindest aus deutsch-französischer Sicht – charmante Idee ist es, dass sich beide Länder zunächst auf alle Standards verständigen und danach alle anderen europäischen Länder ins Boot springen, um die für notwendig erachteten Größenordnungen zu erlangen. Da scheint laut Augengeradeaus Großbritannien aber einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen: „Großbritannien veröffentlichte […] auf der Farnborough International Air Show nicht nur seine neue nationale militärische Luftfahrtstrategie. Sondern kündigte auch an, das Land werde ein eigenes Programm zur Entwicklung des Kampfflugzeugs der nächsten Generation starten, ein Programm mit dem Namen Tempest (Sturm), und stellte in Farnborough ein Mock-up vor“. Man darf gespannt sein, wie die Sache weitergeht. Airbus-Chef Dirk Hoke wird zum Beispiel kurz vor Beginn der Farnborough-Messe bei Defensenews mit den Worten zitiert, er halte es für unmöglich zwei europäische Kampfflugzeuge zu bauen: “I strongly believe it has to be a full European solution [for a new combat air program]. Two or more different solutions is not sustainable, it will bring Europe into the second league.” (jw)

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