IMI-Aktuell 2018/342

Sahel: Hungerkrise

von: 13. Juni 2018

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Der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock hat am gestrigen Dienstag (12.6.) eine drastische Warnung hinsichtlich der Nahrungsmittelversorgung in der Sahel-Region ausgesprochen. In Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauritanien, Niger und Senegal seien demnach knapp 6 Mio. Menschen betroffen, das Leben von 1,6 Mio. Kinder sei durch schwere Unterernährung bedroht, so Lowcock in seinem Bericht.
Kurz zuvor hatte bereits das World Food Programme Alarm geschlagen: Eine erneute Zunahme der Gewalt im Norden Malis habe weitere 60.000 Menschen insbesondere aus der Region Timbuktu zu Flüchtlingen gemacht, deren Versorgung sich schwierig gestalte.
Die Bundeswehr ist seit 2016 und mittlerweile mit gut 1.000 Soldat*innen im Norden Malis präsent. Im Februar 2018 hatte die EU auf deutsche Initiative eine Geberkonferenz für die G5-Sahel-Staaten veranstaltet, auf der 414 Mio. Euro zugesagt wurden. Das Geld soll in eine gemeinsame Eingreiftruppe mit 5.000 Kräften gesteckt werden. Offenbar macht die Militarisierung aber die Menschen nicht satt.

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