IMI-Aktuell 2018/343

Korea: Presseschau

von: 13. Juni 2018

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Teile der deutschen Medienlandschaft überkommt beim Gedanken an eine friedliche Lösung des Korea-Konfliktes offenbar das nackte Grauen. Den Eindruck vermittelt zumindest die Presseschau des Deutschlandfunks nach dem Treffen zwischen Trump und Kim. Nur die Rheinische Post kann dem Gipfel dort etwas Positives abgewinnen, ansonsten ist von „Taschenspielern“ und einem „Illusionstheater“ die Rede. Sein Interview zum Thema eröffnet Dirk Müller vom Deutschlandfunk dann auch mit der Frage „kann Böses auch Gutes?“ und einer historischen Pseudo-Parallele: „Jetzt treffen sich ein demokratisch legitimierter Präsident, der amerikanische Präsident, ein Demokrat, mit einem Diktator. Das hatten wir schon mal: Münchener Abkommen 1938. Ist vielen bestimmt gestern auch in den Kopf gekommen: Adolf Hitler mit Neville Chamberlain. Wie das ausgegangen ist, wissen wir.“

Als am 14. April 2018 Trump gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien völlig sinnlos Syrien bombardieren ließ, waren die Kommentare in der deutschen Presselandschaft und auch deren Auswahl in der Presseschau des Deutschlandfunks deutlich wohlwollender.

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