IMI-Aktuell 2018/198

Skripal: Kontrast(e)

von: 9. April 2018

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Nachdem sich zuerst einmal alle möglichen Medien lag und breit in ihrer Sicherheit austoben durften, dass Russland und nur Russland als Urheberin für den Anschlag auf den Spion Sergej Skripal in Frage kommt, melden sich nun langsam auch die – Reste – des Qualitätsjournalismus zu Wort. Bei Kontraste (via Bpb-Newsletter) etwa wird u.a. Gerhard Schindler,  der ehemalige Präsident Bundesnachrichtendienst, zitiert: „Ich glaube, die Sachlage ist sehr komplex und lässt viele Fragen offen und die Beweislage ist nach meiner Auffassung derzeit nicht so robust, wie die getroffenen Maßnahmen vermuten lassen. […] Es gibt andere Erklärungen, beispielweise dass das Gift abhandengekommen ist, beispielsweise dass es sich um eine Racheaktion ehemaliger Mitarbeiter der russischen Dienste handelt oder dass auch die russische organisierte Kriminalität mit beteiligt ist, um Putin zu schaden, also es gibt eine Reihe von anderen Varianten, die es aber abzuklären gilt.“ (jw)

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