IMI-Aktuell 2018/182

Heer: Thesenpapiere

von: 3. April 2018

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Vor einiger Zeit veröffentlichte das deutsche Heereskommando unter Leitung von Generalleutnant Frank Leidenberger das Thesenpapier „Wie kämpfen die Landstreitkräfte künftig?“. In ihm geht es um das künftige Anforderungsprofil, um ab 2026 einen (Informations-)Krieg gegen Russland führen und gewinnen zu können (siehe IMI-Analyse 2017/044). Nun sind unter Leidenbergers Ägide zwei weitere Thesenpapiere hinzugekommen, das „THESENPAPIER II – Digitalisierung von Landoperationen“ und das „THESENPAPIER III – Rüstung digitalisierter Landstreitkräfte“, die beide auf der Internetseite des deutschen Heeres und bei Augengeradeaus zu finden sind. Besonders auffällig ist, wie scharf in dem quasi-offiziellen Papier zur „Rüstung digitalisierter Landstreitkräfte“ eine deutsche Teilstreikraft den Beschaffungsprozess kritisiert: „Technologische Innovationen entstehen in immer kürzeren Zyklen und überwiegend im zivilen Umfeld. Globale Innovationszyklen und national angewandte Verfahren zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sind nicht mehr kongruent. […] Die derzeitige Herangehensweise an Planung und Beschaffung verhindert, dass die Ausstattung der Landstreitkräfte mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt halten kann.“ (jw)

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