IMI-Aktuell 2018/168

Bolton: Einladung zum Krieg

von: 23. März 2018

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Schon länger gab es Gerüchte, US-Präsident Trump plane den Nationalen Sicherheitsberater McMaster durch Ultrahardliner John Bolton zu ersetzen (siehe IMI-Aktuell 2018/147). Für Bolton gibt es keinen Krieg, den die USA nicht führen sollten (siehe IMI-Analyse 2002/30b), insofern handelt es sich hier nach dem Rausschmiss des – zumindest vergleichsweise – moderaten Außenministers Tillerson und seiner Ersetzung durch Pompeo um die zweite alarmierende Neubesetzung einer Schlüsselstelle mit einem der aggressivsten Vertreter der Neokonservativen. Bolton, der internationale Organisationen als unnötige Fesseln der USA verachtet, war zynischerweise unter Präsident Georg W. Bush Botschafter bei den Vereinten Nationen. Richard Painter, der unter demselben Präsidenten Anwalt für Ethik-Fragen im Weißen Haus war, wird nun in der Presse zitiert, die Ernennung Boltons sei ein krasser Fehler. „Das ist eine Einladung zum Krieg, vielleicht zum Atomkrieg.“ (jw)

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