IMI-Aktuell 2018/072

USA: „Kleine“ Atomwaffen

von: 5. Februar 2018

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Wie sich bereits im Entwurf angedeutet hatte, äußert die US-Regierung in der nun erschienenen Überprüfung ihrer Nuklearstrategie (Nuclear Posture Review) die Absicht, „kleine“ Atomwaffen entwickeln  zu wollen. Diese seien „besser“ einsetzbar und könnten deshalb – so zumindest die vorgebrachte „Logik“ – den Einsatz solcher Waffen durch feindliche Akteure abschrecken. Die Frankfurter Rundschau schreibt: „Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will die Entwicklung neuer Atomwaffen mit einer geringeren Sprengkraft vorantreiben. Die Veränderungen sollten vor allem der Abschreckung gegenüber Russland dienen, heißt es in einem Bericht zur neuen Nuklearstrategie, den das Pentagon veröffentlichte. […] Auch „kleine Atomwaffen“ („Mini-Nukes“) verfügen über ein gewaltiges Zerstörungspotenzial. Darunter fallen solche mit einer Sprengkraft von bis zu 20 Kilotonnen. Zum Vergleich: Auch die Atombomben, die die USA über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten, lagen beide unter 20 Kilotonnen.“ UPDATE: Auf tagesschau.de kritisiert die Direktorin der Kampagne für atomare Abrüstung (ICAN), Beatrice Fihn, die US-Pläne: „Es ist ein massiver Versuch, Atomwaffen aus den Bunkern zu holen und aufs Schlachtfeld zu verlegen“. (jw)

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