IMI-Aktuell 2018/052

Unterseekabel (II)

von: 25. Januar 2018

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Immer wieder sorgen die Meldungen der NATO über angeblich verstärkte russische U-Boot-Aktivitäten in der Nähe von Unterseekabeln für Medienresonanz (siehe IMI-Aktuell 2018/033). Nun berichtet auch das ZDF und relativiert ebenfalls: „Allerdings deuten die Berichte der U-Boot-Kommandanten eher darauf hin, dass die russischen Bootsbesatzungen genau das machen, was ihre amerikanischen Kollegen auch schon seit langem tun: Sie belauschen die Datenkommunikation. Die US-Marine hat im Jahr 2005 bereits das Spionage-U-Boot ‚Jimmy Carter‘ in Dienst gestellt. Nach Einschätzung von Geheimdienstexperten ist die ‚Jimmy Carter‘ das Mutterschiff von kleineren U-Booten, die mit Sonderanfertigungen von Biegekopplern für den Unterwassereinsatz ausgerüstet sind. Damit können auf dem Meeresboden liegende Glasfaserkabel angezapft werden. Moderne Lauschgeräte benötigen nur weniger als zwei Prozent der optischen Leistung der Glasfaser, um das komplette Signal abzugreifen und in Bits umzuwandeln. Die so gewonnenen Daten werden dann dem Mutterschiff übergeben und dort ausgewertet. Besonders wichtige Datenbestände werden sogar per Satellit von der ‚Jimmy Carter‘ an das Hauptquartier der National Security Agency in Fort Meade gefunkt.“

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