IMI-aktuell 2018/033

Unterseekabel

von: 17. Januar 2018

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Viel ist in den letzten Wochen wieder die Rede davon, dass sich russische U-Boote häufig in der Nähe zu Unterseekabeln aufhalten. Von Seiten der NATO wird das als potentiell ernstzunehmende Bedrohung dargestellt. Das Nachrichtenportal futurezone.at hat nun Stimmen gesammelt, nach denen diese Gefahr überschätzt werde: „Laut Starosielski werde nahezu jeden Tag eines der rund 428 Unterseekabel beschädigt – durch Felsstürze, Fischer, Anker oder Erdbeben. Zu Ausfällen kommt es aber in den wenigsten Fällen, da die Kabelverbindungen meist redundant verlaufen und gleich mehrere Kabel gleichzeitig die verschiedenen Regionen verbinden. Vor allem Europa und die USA verbinden zahlreiche Kabel… Für den Fall, dass russische U-Boote eines oder mehrere Kabel im Atlantik angreifen, könnten andere Atlantik-Kabel genutzt werden, oder überhaupt eine andere Route, beispielsweise über den Pazifik, so der Forscher. Die Auswirkungen auf die globalen Internetverbindungen wären also relativ gering. „Die Verbindungsgeschwindigkeiten wäre zwar nicht mehr die höchsten, aber es wäre nicht so, dass plötzlich gar keine Kommunikation mehr möglich ist“, wird Alan Mauldin, ein TeleGeography-Forscher, der sich auf Telekommunikation und Unterseekabel spezialisiert hat, von Wired zitiert“. Auf die explizit militärische Bedeutung der Kabel geht der Beitrag jedoch nicht ein.

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