IMI-Aktuell 2018/008

Spanische Streitkräfte: Inlandseinsatz

von: 9. Januar 2018

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Telepolis berichtet, dass die spanischen Streitkräfte im vergangenen Herbst bereit waren, gegen eine Loslösung Kataloniens von Spanien notfalls auch militärisch vorzugehen: „… mehr oder weniger unverhohlen drohte Verteidigungsministerin María Dolores de Cospedal wieder einmal mit dem Einsatz des Militärs. Sie räumte erstmals ein, dass die Streitkräfte schon ‚bereit waren‘, um in Katalonien einzugreifen.
Im November hatte die Anführerin der Republikanischen Linken (ERC), deren Chef Junqueras ist, bekannt gegeben, dass aus Spanien mit ‚Toten auf den Straßen‘ gedroht worden sei, wenn die Unabhängigkeit umgesetzt werde. Dass dann nicht mehr nur mit verbotenen Gummigeschossen, sondern mit scharfer Munition geschossen werden sollte, wurde damals noch wortreich aus Madrid zurückgewiesen.
Die Verteidigungsministerin bekräftige gegenüber dem Militärchef auch die ‚uneingeschränkte Verpflichtung‘ der Streitkräfte, für die Einheit Spaniens einzutreten. Von einem Dialog, den zuletzt auch wachsweich die Bundesregierung gefordert hatte, war weder von Cospedal noch vom König etwas zu hören, dabei weist die Verfassung dem eine Vermittlerrolle zu, doch er schlägt sich mit Brandreden seit Monaten nur auf eine Seite.“ (ak)

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