IMI-Aktuell 2018/007

NATO-Erweiterung: Pech gehabt

von: 9. Januar 2018

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So kann man es natürlich auch sehen: Nachdem jüngst veröffentlichte Dokumente (erneut glasklar belegen, dass Russland (bzw. damals der Sowjetunion) Anfang der 1990er mündlich feste Zusagen gemacht worden waren, dass die NATO keine Osterweiterung durchführen würde (siehe IMI-Aktuell 2017/741) darf Christopher Mallaby, seinerzeit Botschafter Großbritanniens in Deutschland in der Welt seine Sicht der Dinge folgendermaßen präsentieren: „James Baker, der eindrucksvolle amerikanische Außenminister, sagte Gorbatschow Anfang Februar 1990, dass die Grenzen der Nato nicht über die Einheit Deutschlands hinausreichen würden. […] Die Russen wollten diese Punkte niemals schriftlich haben. Sie betrachteten allerdings die folgende Erweiterung der Nato um Polen und andere Staaten des Warschauer Pakts und die drei baltischen Staaten als ernsten Vertrauensbruch. Die Bemerkungen von Baker und Major waren nicht bindend. Aber die russische Bitterkeit ist verständlich. Ich bekenne jedoch, dass ich froh bin, dass es so kam mit der Nato.“ (jw)

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